Was soll ich noch tun?
Sie öffnete das Email Fach und Ihr viel direkt die eine Antwort auf-auf die sie so lange gewartet hatte. “Nach den zich Bewerbungen sollte doch jetzt endlich mal was bei rumkommen”, dachte sie sich. Die machte einen Doppelklick auf “RE:Bewerbung” und war gespannt auf die Sätze die folgten.Gespannt war Sie eigentlich immer, hatte wohl nach c.a.110 Bewerbungen gelernt mit dem Gefühl umzugehen, eine Absage zu erhallten. Trotzdem war es jedes Mal auf eine Art und Weise deprimierend.
Sie hatte Abitur gemacht, zwar nicht gerade ein Vorbildliches, mit einem Durchschnitt von 3,5 , hatte zwei Semester an der Kunstakademie studiert und sich es ermöglicht durch die Bewerbungen, die eigentlich beabsichtigten einen Ausbildungsplatz zur Mediengestalterin zu ergattern, zwei Praktika in diesem Bereich zu bekommen.
Nun fing sie an: “Sehr geehrte Frau Mony, vielen Dank für die Zusendung Ihrer Bewerbung, leider…..” , dass reichte schon, wieder dieses Gefühl was Sie begleitete….Ihr war unwohl, Sie war unzufrieden und überhaupt hatte Sie nichts ausser Ihr Abi, obwohl das auch nicht so gut war, nichts worauf Sie stolz sein konnte. Sie war eine durchschnittlich intelligente Frau, Anfang 20, relativ schlank, obwohl sie ein bisschen Sport vertragen könnte, war sie eine hübsche junge blonde Frau.
Was musste Sie noch tun um endlich einen geregelten Tagesablauf zu bekommen? Sie hatte 25 Kilo abgenommen, achtete stehts auf Ihre Kleidung und war was das arbeiten im Fitness Studio betraf, wo Sie einen Mini Job hatte, hinter der Theke, einfach nur noch genervt.Auch die ständigen Fragen von der Familie, es wurde wenn man sich sah oder das Telefon klingelte, wurde erst immer gefragt hast du dich um deine Bewerbungen gekümmert wie sieht es aus hast eine Antwort…u.s.w.
Sie hatte keine Lust mehr sich mit den Leuten zu unterhalten was denn nun endlich aus Ihrer Zukunft werden sollte. Sie wusste auch nicht mehr wofür es sich lohnen sollte morgens mal früher auf zustehen- Sie sah einfach keinen Sinn mehr darin. Ihr Tagesablauf war Tagtäglich der gleiche. Entweder Sie übernachtete bei Ihrem Freund, der Selber noch bei seinen Eltern wohnt oder Sie schlief zuhause, letztendlich machte Sie Ihre Espresso Kanne fertig stellte diese auf den Herd und drehte sich Ihre erste Zigarette.
Dann setzte sich sich vor den PC, surfte was rum, checkte Emails, und wenn dann man Tage waren wie Dienstag oder Freitag musste Sie irgendwann am ´TAg arbeiten gehen. Schlüssel ausgeben, Eiweiß Drinks mixen und dafür sorgen dass es alles Kunden gut ging und Sie keine Wünsche mehr hatten.
Die Antriebslosigkeit hatte sich bei Ihr eingemistet. Sie war überrascht vom Leben, sie hatte früher schon immer Zukunftsangst, hatte sich gefragt wie man das alles regelt mit Wohnung, Einkauf und Dergleichen .
Nun sah sie sich um und bemerkte dass Sie schon zwei Jahre hier Wohnte. Es war zwei Jahre vorbei, dass Ihre Mutter mit mit der jüngeren Tochter 450km weggezogen war, aufgrund des Mannes. Sie hatte sie nicht im Stich gelassen, hatte mit Ihr eine Wohnung gesucht, sich mit Ihr um das Bafög gekümmert und Ihr Etliche Dinge überlassen was Teller und Töpfe betraf. Es war zwei Jahre her, dass Ihr Vater gestorben war an Alkoholismus und es war 2 Jahre her, dass Sie endlich die Freiheiten nutzen konnte, die Sie immer wollte. Sie konnte abends raus gehen wann Sie wollte und nach Hause kommen ohne das jemand anfing zu meckern. Das Leben hatte positive Seiten,- mehr als es jetzt der Fall war.
Sie dachte über die Beziehung und den Streit nach den Sie mit Ihrem Freund hatte. Warum war es so schwierig zu verstehen, dass Sie lieber mit Ihrer besten Freundin zusammen ziehen wollte als mit Ihm. Er sagte zwar dass er es verstehen könne, aber gleichzeitig war er doch sehr verletzt.
Sie hatte sich in der Vergangenheit einige Sachen geleistet, die für den ein oder anderen in einer Beziehung zwar nicht maßgeblich waren, aber er warf Ihr immer wieder vor , dass Sie es dazu bringen würde , dass er seinen Stolz verlieren würde und sein Gesicht vor anderen Leuten.
Sie wurde angemacht von Freunden, Leuten mit denen Sie zusammen arbeitete oder von seinen “Freunden”. Natürlich fühlte sie sich jedes mal geschmeichelt wenn Ihr jemand sagt, dass Sie hübsch sei, aber es ging leider noch weitaus darüber hinaus, Sie grinste in solchen Situationen nur, oder ging nicht darauf ein.
Das war es was Ihn so störte. Er war sich unsicher mit Ihr. Er könne nicht so weiter leben, diesen Fehler musste Sie beheben, wenn Sie weiter mit Ihm zusammen bleiben wollte.
Sie stand vor einem Rätsel, vor einem Scherbenhaufen, auf der Suche nach sich selbst, nach Respekt, nach Verantwortung, nach einer Ausbildung und was Sie mit Ihrem Leben anfangen wollte.
Zum einen wollte Sie nicht mit Ihrem Freund zusammen ziehen weil dieser doch schon sehr viel Odd konsumierte, und je nach dem auch im streit so aggressiv wurde dass da die ein oder andere Lampe mal zu Bruch ging oder eine Tastatur.
Sie kannten sich seit fast 1,5 Jahren. Sie waren beide abends mit Ihren Freunden unterwegs, sie trafen sich das erste mal im Club und dort gefiel er ihr auf Anhieb sie tanzten, tranken und knutschten. Er stellte sich vor als Alessandro und sie lachte laut und meinte “hallo mein Name ist Alexandra”, es war schon ein komischer Zufall. Vor allem gefiel Ihr seine Art sich zu bewegen, natürlich gefiel Ihr auch, dass er Ihr ständig Komplimente machte und was zu trinken holte wenn Sie nichts mehr hatte, aber es war nicht nur das was Ihn so geheimnisvoll machte. Seine kurzen schwarzen Haare, seine italienische Hautfarbe sein Temperament und seine Art Ihr gegenüber, es schien nahezu alles perfekt zu sein.
Als Sie sich auf den Weg zum Zug machen wollte, lies er nicht von Ihr ab brachte Sie noch zum Bahnhof und wartete bis der Zug los fuhr. Natürlich hatte er schon Ihre Handynummer aber ganz würde er Sie nicht heute nacht bekommen.
Sie telefonierten die nächsten Tage und Wochen und dann waren Sie zusammen. So entwickelte sich das. Sie war ein sehr freiheitsliebender Mensch, Ihr waren Ihre Freunde genauso wichtig wie Ihr Freund und Sie versuchte einen idealen Mittelweg zu finden, weil Sie selber immer über diese Leute motzte die, sobald Sie einen Freund hatten, wie vom Erdboden verschluckt waren.
Nach zwei Trennungen von 6 Monaten und 1,5 Monaten waren Sie nun wieder zusammen.Er war Ihre große Lieb, ohne zweifel, aber Sie hatte Probleme die Liebe zu definieren. Sie war froh dass er Sie so akzeptierte wie sie war. Er liebte Sie, sogar so sehr dass er unendlich verletzt war als Sie Ihm unterbreitete, dass Sie lieber eine WG mit Ihrer besten Freundin gründen wollte als mit Ihm. Sie war Ratlos auf der einen Seite würden Sie dann zusammen in einer Stadt leben und sich öfter sehn können auch dann wenn mal kein Geld da war, weil man nicht den Zug zahlen musste. Sie würde dort versuchen Ihr Praktikum und Ihre Ausbildung zu machen und wenn Sie Fragen hatte ob es nun wegen der Ausbildung war oder wegen Beziehungsproblemen, Sie könnte Sie immer Fragen. Ihre Freundin war eine sehr ehrgeizige Frau, manchmal etwas zu sehr, aber genau das bewunderte Sie an Ihrer besten Freundin Anna.
Sie wusste nicht was nun noch zu tun war. Ihrem Freund konnte Sie nicht den Gefallen tun und sagen, dass Sie doch bitte zusammen ziehen sollten. Denn Sie liebte Ihn zwar abgöttisch aber der Schritt ging Ihr zu weit. Erstmal Ausbildung und dann könnte man vielleicht mal drüber reden…..
Fortsetung folgt……






