Zuckerwatte
Sie steht oben, ein bisschen wie auf einer weißen Wolke aus Zuckerwatte.
Sie hat ihre Augen geschlossen; die Arme ausgebreitet. Ihre Haare wehen im Wind.
Man kann ihr Herz unter der Brust leuchten sehen – ein helles, weißes Licht. Fast schon unschuldig.
Es hebt sich von dem nachtschwarzen Irgendwas ab, welches sie umgibt.
Wären ihre Haare blond – man könnte es niemandem übel nehmen, würde er glauben sie ist ein Engel.
Aber ihre Haare sind ebenso schwarz wie das restliche Irgendwas.
Ihr Inneres fühlt sich grau. Mausgrau, Aschgrau, Betongrau…
Genau, Betongrau.
Ihr Inneres hat die gleiche Farbe wie die Wand gegen die sie immer rennt, selbst obwohl sie mittlerweile weiß, dass es weh tut.
In der letzten Zeit hat sie meist sogar noch Schwung geholt.
Es breitet sich ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen aus.
Sieht man es sticht es im Herzen, beunruhigt, macht Angst und Sorgen. Sie merkt das garnicht.
Und sie spingt; lässt sich sanft fallen.
Ihre Haare wehen immernoch im Wind.
Aufprall.
Vorbei.






