Kommunikation zwischen Mensch und Maschine
Kommunikation zwischen Mensch und Maschine
Mein Freund Hans-Joachim berichtete kürzlich von einem schon längere Zeit zurückliegenden eigenartigen Erlebnis. Seitdem kreisen seine Gedanken nur noch um diese Erfahrung. Gerne hörte er die Meinung anderer Menschen zu diesem Geschehen. Er bat mich deshalb, die Begebenheit auf dieser Seite zur Diskussion zu stellen.
Hans-Joachim lebt in der Universitätsstadt Erlangen/Bay. An einem Montag erhielt er von einem ehemaligen Schulkameraden, für den Samstag der gleichen Woche, eine Einladung nach Köln. Für das Treffen blieben aber nur 2 Tage. Dieser Samstag und der folgende Sonntag. Danach müsste der Schulfreund wieder zurück nach Australien. Hans-Joachim versprach zukommen.
Am Freitag der Woche wollte Hans-Joachim plötzlich nicht mehr nach Köln zu fahren. Lieber zu seiner Freundin, wenige Autobahnkilometer von ihm entfernt. Also rief er seinen Schulkameraden in Köln an. Erklärte wahrheitswidrig, er könne morgen, am Samstag, nicht kommen. Sein Auto sei kaputt und könne erst in der nächsten Woche repariert werden. Eine Bahnfahrt käme für ihn nicht infrage. Als Begründung nannte der das ICE-Unglück in Eschede.
An Samstag dann machte er sich mit seinem Wagen auf den Weg zu seiner Freundin. Schon ein bisschen mit schlechtem Gewissen. Denn sein Wagen war ja nicht defekt. Doch dieses Ziel erreichte mein Freund Hans-Joachim nicht. Auf halber Strecke fiel die Motorkühlung aus. Mit der Straßenwacht ging es huckepack wieder zurück an seinen Wohnort.
Da mein Freund Hans-Joachim nun für sich weiß, dass es keinen Zufall gibt, weil in unserer ursächlichen Welt jedes Ereignis mindestens einen auslösenden Hintergrund besitzt, vertritt er jetzt die Ansicht, dass er mit seiner Lüge den Motor kaputt gemacht habe. Zu dieser Auffassung kam er, weil zwischen seiner Lüge und den Motorschaden ein zeitlicher Zusammenhang bestand. Und nun beschäftigt ihn die Frage, ob er vielleicht in der Lage ist, durch Denken oder das gesprochene Wort Einfluss auf den Zustand lebloser Materie zu nehmen.
Obwohl Hans-Joachim akzeptierte, dass der Motorschaden die Strafe für seine Lüge war, rebellierte sein Gewissen immer noch gegen die gesagte Unwahrheit. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem er erkannte, dass er eigentlich seinen ehemaligen Schulfreund gar nicht angelogen, sondern ihm nur die Wahrheit in der Zukunft verkündet hatte.
Was sagt ihr nun dazu? Können menschliche Gedanken oder Worte leblose Materie beeinflussen? Wie in diesem Fall, ein Auto betriebsunfähig zu machen?
lg
joLepies
© 2007 joLepies

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