Sponsorennetzwerke
SPONSORNETZWERKE
Nicht jede Seite ist groß genug und bietet genügend Traffic um den Ansprüchen hochwertiger Partnerprogramme zu genügen. Häufig möchten Betreiber sich auch nicht in die komplizierte Thematik der Webseitenvermartkung einarbeiten sondern auf unkomplizierte Art und Weise ein wenig Geld verdienen.
Sponsornetzwerke haben sich auf diese Zielgrupe von Seiten speziealisiert und bieten einfache, standardisierte Werbe-Formate an, die sich auch für kleinere Seiten lohnen.
Der Aufbau folgt in der Regel einem festen Muster. Der Webseitenbetreiber kann sich aus einem (meist relativ kleinen) Angebot an Werbeformaten jene aussuchen, die er auf seiner Webseite einsetzen möchte. Für diese Formate ist eine Standardvergütung auf Klick- oder Viewbasis festgelegt. Bei einigen Netzwerken müssen die Werbemittel oder die angemeldeten Webseiten erst freigeschaltet werden, in der Regel reicht jedoch eine normale Anmeldung.
Wurde das Werbeformat freigegeben kann es per html-Codezeile direkt auf der Webseite eingebunden werden.
Der Aufwand für den Webseitenbetreiber ist bei Sponsornetzwerken extrem gering. Die Optimierung und Aquiriung der Werbemittel wird durch den Betreiber des Sponsornetzwerkes für ihn übernommen. Die Abrechnung der Werbemittel ist durch die pauschalen Preise sehr einfach gehalten und leicht zu kalkulieren. Meist reicht die Zahl der monatlichen Besucher um im Kopf ausrechnen zu können, welchen Einnahmen man erwarten kann.
Der Nachteil von Sponsornetzwerken ist die geringe Vergütung. In der Regel liegen die Einnahmen niedriger als bei der direkten Vermarktung über Partnerprogramme. Der Grund dafür liegt in der Zwischenschaltung eines weiteren Händlers. Der Betreiber des Sponsonetzwerkes nutzt in der Regel auch nur Partnerprogramme und möchte an diesen natürlich auch verdienen. Die ausgeschüttete Provision muss also an 2 Personen aufgeteilt werden.
Darüber hinaus hat der Webseitenbetreiber keinen Einfluss auf die Werbung die eingebelndet wird. Er vermietet faktisch nur die Fläche auf seiner Webseite, welche Programme dann dort beworben werden entscheidet allein der Betrieber des Sponsornetzwerkes. Meist werden bestimmte Inhalte ausgeschlosen (etwa Erotik oder Warez-Werbung) – mehr Einfluss auf die Auswahl der Werbung hat der Webseitenbetreiber jedoch nicht. Dies kann dann problematisch werden, wenn Programme beworben werden die Abo-Fallen oder ähnliches enthalten. Hier kann es zu Differenzen bei der moralischen Bewertung solcher Programme zwischen Webseiten- und Sponsornetzwerkbetreiber kommen. Im Zweifel sollte man auf ein anderes Sponsornetzwerk wechseln.
Auf dem Markt gibt es mitlerweile einige gängige Scripte die an sich von jedem eingesetzt werden können. Man braucht lediglich einen Server und eine Webseite.
Das am häufigsten verwendete Script ist wohl SPSS2 (Scriptpower Sponsoring System 2) welches von etablierten Anbietern wie Sponsorads (www.sponsorads.de) oder Gigacash (www.gigacash.de) eingesetzt wird. Die Software erlaubt die Verwendung aller gängigen Werbeformate. Banner, Popups, Textlinks oder Layer sind standardmäßig möglich.
Bei der Auswahl der Sponsornetzwerke sollte man in erster Linie auf die Qualität achten. Auch hier gilt: Je länger ein Sponsornetzwerk am Markt ist, desto höher sind die Chance später auch das Geld zu bekommen.
Die Vergütung sollte angemessen sein. Derzeit liegen die Preise bei etwa 3-3,50 Euro pro 1000 Popup- oder Layereinblendungen, die Klickpreise sollte etwa bei 8-10 Cent liegen. Bei der Abrchnung sollte man darauf achten, welcher Traffic bezahlt wird. Leider wird dies von den Netzwerken selten im Detail kommuniziert, meist muss man experimentieren um herauszufinden, welches Netzwerk am meisten Traffiv vergütet. Standardmäßig rechnen SPSS2-Scripte am besten ab – alle anderen Scripte schließen häufig unbekannten oder ausländischen Traffic aus – die Klicks oder Views gehen dem Webseitenbetreiber dann verloren.
Ein anderer Trick um die Kosten für das Sponsornetzwerk niedrig zu halten: Mindesteinblendezeiten. Gerade bei Popups und Layerpops die nach View-Basis abgerechnet werden wird häufig verlangt, dass die Einblendung mindestens 3 oder mehr Sekunden offen sein muss, damit sie vergütet wird. Einige Netzwerke vergüten sogar erst nach 10 Sekunden.
In der Realität bleibt kaum ein Einblendung mehr als 5 Sekunden offen. Mindesteinblendezeiten nützen nur den Sponsornetzwerken, denn sie sorgen dafür, dass der größte Teil der Einblendungen nicht vergütet wird und ein Großteil der Einblendungen dem Sponsor geschenkt wird. Sie senken somit die Kosten für das Netzwerk und die Einnahmen für den Webseitenbetreiber.
Gute Sponsornetzwerke verzichten auf solche Fallen.
Bei Einblendungen sollte man ebefalls auf die Reloadsperre achten. Damit ist die Zeit gemeint, die vergehen muss, damit ein Popup oder Layer dem gleichen Besucher wieder gezeigt wird.
Gängige Zeiten sind 3-24 Stunden. Je kürzer diese Zeitspanne, desto mehr Views werden geneririert – desto mehr wird aber auch der Besucher der Seite mit Einblendungen genervt. Man sollte als darauf achten, dass eine Reloadsperre vorhanden ist, diese aber nicht zu hoch ausfällt. Eine Zeitspanne von 3-6 Stunden ist in den meisten Fällen angemessen.
Um sicherzustellen, dass nach der Gutschrift das Geld auch wirklich auf dem eigenen Konto ankommt, empfiehlt es sich, vor Vertragsabschluss sowohl das Netzwerk selber als auch den BEtreiber ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Meist reicht dafür schon eine einfache Suchabfrage aus. Finden sich viele Foreneinträge mit Auszahlungsproblemen und ähnlichem sollte man besser die Finger von dem Netzwerk lassen. Bei neuen Netzwerken kann man auch selber aktiv werden und in den einschlägigen Foren nachfragen inwieweit negatives oder positives über den BEtreiber bekannt ist.
Grundsätzlich sollte man aber immer bei VErtragsabschluss die wichtigsten Daten offline sichern. Ein Ausdruck der Userdaten, des Impressumes und der AGBs gehört mindestens dazu. Ebenso sollten Statistiken über Klicks und Views regelmäßig gesichert werden. Letzendlich hat man nur die Abrechnungen des Sponsornetzwerkes als Nachweis über die Leistungen, daher sollte man diese jederzeit verfügbar halten.
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