Bittersüße Liebe
Zarte Gestalt, so zierlich und klein,
glänzend weiße Haut, wie des Mondes Schein.
Alleine und traurig, im dunklen See,
starr und kalt, denn er tat ihr weh.
Sie war seine Muse, die Schönste er sah,
ihre braunen Augen, das weiche Haar,
die vollen Lippen und die zarte Seele,
raubten die Luft in seiner Kehle.
Mit gierigen Blicken, sah er sie an,
ihr Anblick zog ihn in ihren Bann.
Er wollte sie mit niemandem teilen,
und auch nicht ohne sie verweilen.
Als er ihr seine Liebe gestand,
lachte sie und nahm seine Hand.
Gestand ihm das Gleiche, hatte Liebe geschworen,
doch er wusste, von da an hatte er sie verloren.
Denn niemand anders sollte sie haben,
keiner dieser kleinen Knaben.
Drum bracht er sie zum geliebten See,
in einem Kleid aus Tüll, weiß wie Schnee.
Küsste ihre Lippen in seinem Schmerz,
und stach ihr den Dolch mitten ins Herz.
Sie fiel zurück und stürzte ins Wasser,
entsetzter Blick, ihre Haut wurde blasser.
Er sprang hinterher, wollt sie noch retten,
doch es war zu spät, Schuld legte ihm Ketten.
Ängstlich, allein mit seinem Schmerz,
nahm er den Dolch und stach sich ins Herz.
Er schloss ihre Lider,
nahm ihre Hand und kniete sich nieder.
Sagte zu ihr, es täte ihm leid,
und ob sie ihm diesen Fehler verzeiht.
Hoffte inständig, dass sie noch lebte,
sah auf das Blut, welches an ihm klebte.
Dann ging auch er in Einsamkeit,
wie seine Liebste in ihrem Leid.
Mit seiner unbändigen Kraft,
hat er jedoch eins geschafft.
Kein Andrer wird sie je bekommen,
denn er hat sie mit ins Grab genommen.
Nadja H.
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